- 18.05.10
- Gegen Benachteiligung von Alterspatienten
Gegen eine „bedrohliche Entwicklung“ der medizinischen Versorgung alter Menschen wendet sich die Landesgemeinschaft evangelischer Seniorinnen und Senioren (LageS) in einer Resolution. Darin fordert sie, den Tendenzen einer Benachteiligung von Alterspatienten im Gesundheitswesen nachhaltig entgegenzuwirken. „Trotz einer alternden Gesellschaft verringerten die gesetzlichen Krankenversicherungen die Ausgaben für ambulante und stationäre Vorsorge und stationäre Rehabilitation in Baden-Württemberg innerhalb von drei Jahren pro Mitglied um mehr als 18 Prozent“, sagt Dekan i. R. Ulrich Bernecker, Vorsitzender der LageS. Auch werde seit 2007 mehrfach erkrankten Patienten das Recht auf eine mobile ambulante Rehabilitation zuhause verwehrt, so Bernecker weiter. Weiterer Kritikpunkt: Trotz erheblich gestiegener Kosten in den geriatrischen Rehakliniken seien seit zehn Jahren die Pflegesätze nicht angepasst worden. Daher fordert die LageS: Zuerkennung fortgeschrittener spezieller Therapiemöglichkeiten für ältere Patienten bezüglich der stationären als auch der ambulanten (mobilen) Rehabilitation. Aus der politischen Willenserklärung „Reha vor Pflege“ dürfe in der täglichen Realität keine „Pflege statt Reha“ werden.
Ziel der geriatrischen Rehabilitation ist eine größtmögliche Selbstständigkeit nach einer schweren Erkrankung oder einem Sturz. Dadurch soll Pflegebedürftigkeit weitestgehend vermieden werden. Mit dem Geriatriekonzept in Baden-Württemberg aus dem Jahr 1989 und der Fortschreibung im Jahr 2001 wurde der Grundstein für eine über das Land hinaus anerkannte medizinische Versorgung mehrfach erkrankter alter Menschen gelegt.- Links:
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