Leitlinien für die politische Arbeit der LageS
Die LageS gibt sich Leitlinien ...
- weil in der kirchlichen Altenarbeit die politische Dimension wahrgenommen werden muss
- weil der einzelne Mensch immer unter den Bedingungen der Gesellschaft altert. Diese Bedingungen müssen politisch beeinflusst und verantwortet werden
- weil für ihre Mitglieder und die Öffentlichkeit klar sein muss, wo die LageS ihre politische Aufgabe sieht und wofür sie politisch wirkt
- weil ältere Menschen ermutigt werden sollen, Verantwortung zu übernehmen und Partei zu ergreifen.
Menschliches Denken und Handeln vor Gott verantworten
Wir sind uns bewusst, dass alles menschliche Denken und Handeln vor Gott zu verantworten ist. Deshalb hat politische Willensbildung und politische wie wirtschaftliche Machtausübung durch Menschen immer nur stellvertretende Funktion.
Biblische Visionen und Weisungen ordnen unser Zusammenleben
Wir nehmen die in den biblischen Schriften überlieferten Visionen und Weisungen Gottes wahr, wie unser Zusammenleben in Solidarität und Gerechtigkeit zum Wohl der Menschen geordnet werden kann. Dies fordert unseren Mut und unsere Kreativität heraus, an ihrer Verwirklichung mitzuwirken.
Vor Gott gehören alle Generationen zusammen
Wir wissen, dass vor Gott alle Generationen zusammengehören. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass im Dialog der Generationen die Voraussetzungen für die gemeinsame Bewältigung der Zukunft geschaffen werden. Wir wachen darüber, dass keine Gruppierung in der Gesellschaft gegen eine andere ausgespielt wird.
Ungerechtigkeit und Unsolidarität beseitigen
Wir weisen darauf hin, wo Menschen unter ungerechten Strukturen leiden. Wir wirken selbstkritisch daran mit, dass Ungerechtigkeit und Unsolidarität beseitigt werden und es Armut sowie Vereinsamung im Alter nicht gibt. Dabei achten wir das Recht des Einzelnen auf Individualität.
Menschliches Leben ist mehr
Wir wissen dass menschliches Leben mehr ist als biologisches Funktionieren. Tragfähige soziale Kontakte gehören zur Menschenwürde. Wir setzen uns dafür ein, dass in der Pflege älterer Menschen die "Seelenpflege" gleichberechtigt neben der Körperpflege ihren Platz hat.
Menschenwürdiges Leben in Selbstbestimmung
Wir sehen, dass menschliches Leben vielmals körperlich, seelisch und sozial zu leiden hat. Wir setzen uns für Rahmenbedingungen ein, die älteren Menschen ermöglichen, ihr Leben so selbstbestimmt, so frei und eigenverantwortlich wie irgend möglich zu leben. Wenn Hilfen notwendig werden, müssen sie einem menschenwürdigen Leben und Sterben entsprechen.
Den gesellschaftlichen Beitrag der älteren Menschen wahrnehmen
Wir glauben, dass Gott in allen Phasen menschlichen Lebens Geben und Nehmen ermöglicht. Deshalb ist politische Altenarbeit in der Kirche immer Handeln mit und für Menschen. Wir wollen, dass in unserer Gesellschaft der Beitrag der älteren Menschen wahrgenommen wird. Zum Wohle aller Menschen setzen wir uns für die Schaffung von Rahmenbedingungen ein, die das ehrenamtliche Engagement sowie andere Formen der gesellschaftlichen Mitwirkung von älteren Menschen ermöglichen und fördern.



