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Leitbild

Mit dem demografischen Wandel sind Fragen des Alters und des Alterns zu zentralen Zukunftsfragen unserer Gesellschaft geworden.

Die fortschreitende Veränderung der Altersstruktur stellt eine große Herausforderung für jeden Einzelnen, für Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kirche dar. Die älter wer-dende Gesellschaft birgt große Chancen. An die Stelle des Altersbildes als eines von Krankheit, Defiziten und Pflegebedürftigkeit geprägten Lebensabschnitts tritt in Gesellschaft und Kirche zunehmend ein realistisches und differenziertes Altersbild. Die älteren Menschen können sich mit ihren Erfahrungen und Po-tenzialen weitaus stärker als bisher einbringen – und sie wollen dies auch. Zu-gleich müssen die Grenzen des Alters im Blick behalten und Unterstützung dort angeboten werden, wo es notwendig ist. In der Kirche begründet sich diese Verpflichtung aus dem biblischen Menschenbild.

Wer wir sind

In der LAGES arbeiten Vertreter/innen der älteren Generation und Mitarbeite-rinnen und Mitarbeiter der kirchlichen Werke und Einrichtungen innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zusammen. Wir verstehen uns als das Kompetenznetzwerk der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zur Förderung von Bildung und Teilhabe älterer Menschen. Wir arbeiten im Auftrag der Landeskirche und sind sowohl in der Evangelischen Er-wachsenenbildung (Evangelische Erwachsenen- und Familienbildung in Würt-temberg, EAEW) als auch in der Diakonie (Diakonisches Werk Württemberg,DWW) verankert. Das bietet uns den Vorteil, die volle Themenbreite in den re-levanten Bereichen Altenbildung, offene Altenarbeit und Altenpolitik behan-deln und Synergien zwischen den Bereichen nutzen zu können. Wir vertreten soziale und politische Anliegen und widmen uns Bildungsthemen. Dabei orien-tieren wir uns am Evangelium von Jesus Christus und greifen spirituelle und seelsorgerliche Aspekte auf. Darin unterscheiden wir uns von nichtkirchlichen Organisationen.Seit 1984 setzt sich die LAGES als Seniorenorganisation für die Anliegen älterer Menschen in Kirche und Gesellschaft ein. Seitdem prägen Pioniergeist, Kompe-tenz und Qualität ihr Engagement für ältere Menschen und für das Miteinander der Generationen. Von Anfang an war einer der Schwerpunkte der LAGES die Unterstützung und Fortbildung von ehrenamtlichen Mitarbeitenden in der Se-niorenarbeit. Inzwischen hat die LAGES ein vielseitiges Engagement entwickelt und ein um-fangreiches Wissen über die Arbeit mit Älteren und für Ältere innerhalb und außerhalb der Kirche erworben. Grundlegend für unsere Arbeit ist die Einsicht, dass Seniorenarbeit heute bei der Kompetenz und Erfahrung älterer Menschenansetzt und sich nicht auf einen fürsorgenden Auftrag beschränkt. Neue, viel-seitige Angebote, zugeschnitten auf die individuellen Lebensentwürfe und Teil-habewünsche aktiver ebenso wie auf Unterstützung angewiesener ältererMenschen, sind erforderlich. Maßgabe für alle unsere Angebote ist, das Recht des Einzelnen auf Selbstbestimmung zu achten, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu stärken und auszubauen und Ältere „zum Nutzen aller“ (1. Kor. 12,7) einzubin-den. Mit unserem Kompetenzansatz und dem uns leitenden positiven Altersbild sowie generationenübergreifenden Themen agieren wir auf dem aktuellen Stand der Diskussion des demografischen Wandels. Große Einsatzbereitschaft und starke Identifikation mit den Zielen prägen unse-re Arbeit, die von wenigen Hauptamtlichen und vielen Freiwilligen getragen wird. Wir fördern nicht nur das freiwillige Engagement älterer Menschen, son-dern wir leben es auch. Die Mitarbeit ehrenamtlicher Delegierter ermöglicht uns eine realitätsnahe Sicht auf aktuelle Probleme. Sie garantiert die Basisnäheunserer Projekte. Hauptamtliche, ehrenamtliche Delegierte und Mitarbeiterin-nen und Mitarbeiter arbeiten konstruktiv und auf Augenhöhe zusammen. Für die 48 Kirchenbezirke und die kirchlichen Organisationen und Einrichtungenwie zum Beispiel die Evangelische Akademie Bad Boll und die Evangelischen Tagungsstätten, die alle über Delegierte in unserem Netzwerk mitwirken, fun-gieren wir als zentrale Anlaufstelle für Altersfragen innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Unsere kirchlichen und nichtkirchlichen Netzwerk-Verbindungen in den Bil-dungsbereich und in den diakonischen Bereich nutzen wir, um einerseits kirch-liche Seniorenarbeit zu öffnen und andererseits die mitunter verengte gesell-schaftliche Sicht auf kirchliche Arbeit mit älteren Menschen zu weiten.

Was uns leitet

Die Bibel spricht vom Menschen als dem Ebenbild Gottes. Ausgehend vom bib-lischen Menschenbild sind wir überzeugt, dass jedes Alter seinen Wert, seine Gabe, Aufgabe und Herausforderung hat. Wir setzen uns für die Wertschätzung und die Würde jedes Menschen in jeder Lebensphase ein. Ältere und jüngere Menschen tragen gemeinsam Verantwortung für eine funk-tionierende Gesellschaft. Aus christlicher Überzeugung engagieren wir uns für die älteren Menschen und deren Belange sowie für den Dialog zwischen den Generationen. Unser Wunsch ist es, älteren Menschen ein selbstbestimmtes, nach ihren Be-dürfnissen gestaltetes Leben und Sterben zu ermöglichen.

Was wir wollen und wofür wir uns engagieren

Wir fördern ein positives und vielseitiges Altersbild, ohne die Grenzen des Al-ters zu beschönigen.Wir unterstützen alle Bestrebungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen älterer Menschen und ihrer Teilhabe am öffentlichen Leben.Wir setzen uns dafür ein, dass die Interessen Älterer in Kirche und Gesellschaft wahrgenommen, anerkannt und gefördert werden. Wir bestärken Ältere, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und fördern Lebensbewältigung und Sinnfindung. Wir engagieren uns für die Entwicklung von umfassender Fortbildung und Qua-lifizierung von Menschen im Bereich der Senioren- und Generationenarbeit. Wir treten ein für ein solidarisches Miteinander in Kirche und Gesellschaft und für den Dialog der Generationen.

Was wir leisten

Wir bieten regelmäßig Kurse, Studientage und Langzeitfortbildungen an wiez.B. die Fortbildung zum/r ehrenamtlichen Seniorenberater/in, den Qualifizie-rungskurs für die Seniorenarbeit, eine Fortbildung für Freizeitleiter/innen oder für den Erwerb des „Kulturführerscheins“. Unsere Fortbildungen stärken die Selbstständigkeit und Verantwortung von älteren Menschen, geben Impulse und Praxishilfen für die örtliche Seniorenarbeit und vermitteln methodisch-didaktische Grundlagen für die Alten(bildungs)arbeit.Wir laden innerhalb von zwei Jahren in allen vier Prälaturen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zu Prälaturtagen ein, um aktuelle Fragen in Theo-rie und Praxis zu thematisieren.Wir beraten Kirchengemeinden auf deren Wunsch vor Ort zu Fragen der Arbeit mit älteren Menschen.Wir publizieren Arbeitshilfen für die Arbeit mit Älteren in Kirchengemeinden. Mit unseren Tagungsdokumentationen und Leitfäden vermitteln wir bewährte Praxisbeispiele aus der traditionellen sowie der innovativen Seniorenarbeit.Wir informieren unsere Mitglieder, andere Seniorenorganisationen und Inte-ressierte regelmäßig über unsere Arbeit, zum Beispiel in unseren Publikationen, in der „LAGES-Info“ und auf unseren Internetseiten.Wir nehmen öffentlich Stellung zu Benachteiligungen von älteren Menschen ohne den Blick für eine solidarische Gemeinschaft zu vernachlässigen.

Wohin wir wollen

Unser Ziel ist es, neue Freunde, Förderinnen und Förderer sowie starke Part-ner/innen für unser Engagement zu begeistern und zu gewinnen. Der demogra-fische Wandel bringt es mit sich, dass sich unsere Aufgaben ausweiten. Daher benötigen wir neue, über die von Landeskirche und Diakonischem Werk zur Verfügung gestellten Mittel hinausgehende Honorar- und Sachmittel. Wir stel-len uns der Herausforderung, trotz weiterer zu erwartender Kürzungen unsere Arbeit mittel- und langfristig zu sichern. Mittels eines professionell angeleiteten Fundraising versuchen wir kurz- bis langfristig Spielräume zur Gestaltung und Optimierung unserer Angebote zu schaffen. Mit der konsequenten Überarbei-tung unserer Außendarstellung und einer abgestimmten Presse- und Öffent-lichkeitsarbeit wollen wir den Bekanntheitsgrad der LAGES an der kirchlichen Basis sowie in der Gesamtöffentlichkeit steigern.

Dezember 2010 – verabschiedet von der Mitgliederversammlung am 12. April 2011

LAGES Evangelische Senioren in Württemberg

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